Die wichtigsten traditionellen chinesischen Saiteninstrumente

Saiteninstrumente erzeugen Klang durch schwingende, gespannte Saiten. Musik ist seit Jahrtausenden ein fester Bestandteil der chinesischen Kultur, und viele traditionelle chinesische Saiteninstrumente werden bis heute gespielt. Sie lassen sich grob in gezupfte, gestrichene und angeschlagene Instrumente einteilen. Zu den bekanntesten gehören Erhu, Pipa, Ruan, Guzheng, Yangqin und Guqin.

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Über chinesische Saiteninstrumente

Chinesische Saiteninstrumente

China hat seine Musikkultur über viele Generationen weitergegeben. Die Instrumente unterscheiden sich deutlich in Bauweise und Klang: Die Erhu singt mit einem schlanken, ausdrucksstarken Ton, die Pipa liefert schnelle und klar artikulierte Anschläge, während Guzheng und Guqin mit langen, nachklingenden Tönen arbeiten. Gerade diese Unterschiede machen die chinesische Instrumentenlandschaft so vielfältig.

Welche chinesischen Saiteninstrumente gibt es?

Traditionelle chinesische Instrumente

Erhu, Pipa, Ruan, Guzheng und Guqin gehören zu den bekanntesten traditionellen Saiteninstrumenten Chinas. Sie decken gestrichene, gezupfte und zitherartige Bauformen ab und haben jeweils eine eigene Spieltechnik.

1. Erhu

Erhu

Die Erhu ist eine zweisaitige chinesische Spießgeige mit langer Geschichte. Sie besteht aus Hals, Wirbeln, zwei Saiten, Bogen, kleinem Resonanzkörper und Steg. Die Vorderseite des Resonators wird traditionell mit Pythonhaut bespannt; moderne Instrumente können synthetische Membranen verwenden. Material, Stärke und Spannung der Membran beeinflussen Ansprache und Klangfarbe deutlich.

Der Bogen verläuft zwischen den beiden Saiten und bleibt dauerhaft mit dem Instrument verbunden. Durch horizontale Bogenbewegungen wird jeweils eine Saite von innen oder außen angestrichen. Der Klang wird gelegentlich mit einer Violine verglichen, ist jedoch schmaler, nasaler und in seinem Portamento besonders flexibel.

2. Pipa

Die Pipa ist eine viersaitige, birnenförmige Kurzhalslaute mit einer Geschichte von ungefähr zweitausend Jahren. Sie wird manchmal als chinesische Laute bezeichnet. Je nach Epoche und Bauart besitzt sie eine unterschiedliche Zahl von Bünden; moderne Konzertinstrumente haben meist deutlich mehr als die historischen Modelle.

Die Pipa wird senkrecht gehalten und mit den Fingern der rechten Hand gezupft. Schnelle Tremoli, kräftige Anschläge, Glissandi und perkussive Effekte gehören zu ihrem charakteristischen Vokabular. Die linke Hand verändert Tonhöhe und Klang durch Ziehen, Drücken und Vibrato.

3. Ruan

Die Ruan, in Taiwan auch Ruanqin genannt, ist eine gezupfte Laute mit rundem Korpus, langem Hals, vier Saiten und meist 24 Bünden. Historisch wurden Seidensaiten verwendet; heute sind Stahl- oder umsponnene Saiten üblich. Moderne Metallbünde sorgen für klare Ansprache und höhere Lautstärke.

Es gibt mehrere Größen, darunter Xiaoruan, Zhongruan und Daruan. Dadurch kann die Ruan in chinesischen Orchestern verschiedene Register übernehmen. Ihr runder, direkter Klang eignet sich für Melodie, Begleitung und rhythmische Figuren.

4. Guzheng

Die Guzheng, kurz Zheng, ist eine lange Wölbbrettzither mit beweglichen Stegen. Frühere Instrumente hatten weniger Saiten aus Seide; moderne Guzheng besitzen meistens 21 Saiten. Jede Saite läuft über einen eigenen verschiebbaren Steg, mit dem sich Grundstimmung und Saitenlänge einstellen lassen.

Die rechte Hand zupft die Saiten meist mit auf die Finger gesteckten Plektren. Die linke Hand drückt die Saiten links vom Steg, um Tonhöhen zu biegen, Vibrato zu erzeugen oder Verzierungen zu formen. So entstehen sowohl kräftige Läufe als auch sehr feine, gleitende Übergänge.

5. Guqin

Die Guqin ist eine siebensaitige, bundlose Zither und eines der ältesten Instrumente der chinesischen Gelehrtentradition. Sie wurde über Jahrhunderte mit Bildung, Dichtung und stiller persönlicher Musikpflege verbunden. Ihr Tonumfang liegt bei ungefähr vier Oktaven.

Die offenen Saiten sind tief gestimmt, und das Instrument klingt bewusst leise. Der Musiker erzeugt offene Töne, gegriffene Töne und Flageoletts; außerdem sind gleitende Bewegungen der linken Hand ein wesentlicher Teil des Ausdrucks. Diese leise Dynamik macht die Guqin vor allem zum Soloinstrument. Eine Begleitung muss sehr zurückhaltend sein, damit ihre feinen Obertöne nicht verdeckt werden.

Die heutige siebensaitige Form ist seit ungefähr zweitausend Jahren weitgehend stabil. Ältere verwandte Instrumente konnten fünf oder mehr Saiten besitzen.

Sala Muzik führt traditionelle Instrumente und Zubehör für verschiedene Erfahrungsstufen. Beim Kauf eines chinesischen Saiteninstruments sollten Bauqualität, Membran oder Decke, Saitenmaterial, Stege, Wirbel und die endgültige Einrichtung gemeinsam beurteilt werden.

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1 Kommentar


  • Adela

    Excelente, muy informativo. Gracias :D


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